Manomayakosha als Grundlage für die Welt VC 168

Viveka Chudamani Vers 168.  Manomaya Kosha hält die Welt der Erscheinungen aufrecht. Sie ist wie das Opferfeuer, das von den fünf Opferpriestern, das heißt, von den fünf Sinnesorganen aufgeschichtet wird. Genährt vom Brennholz – den vielen Wünschen und Neigungen und vom Herabtropfen zerlassener Butter – den Sinnesobjekten – brennt und lodert sie hell auf.

Sanskrit-Text:

pañcendriyaiḥ pañcabhir eva hotṛbhiḥ
pracīyamāno viṣayājya-dhārayā |
jājvalyamāno bahu-vāsanendhanaiḥ
mano-mayāgnir vahati prapañcam || 168 ||

पञ्चेन्द्रियैः पञ्चभिरेव होतृभिः
प्रचीयमानो विषयाज्यधारया |
जाज्वल्यमानो बहुवासनेन्धनैः
मनोमयाग्निर्वहति प्रपञ्चम् || १६८ ||

panchendriyaih panchabhir eva hotribhih
prachiyamano vishayajya-dharaya |
jajvalyamano bahu-vasanendhanaih
mano-mayagnir vahati prapancham || 168 ||

Wort-für-Wort-Übersetzung:

pañcendriyaiḥ : durch (diese) fünf (Pancha) Wahrnehmungsvermögen („Sinne“, Indriya)
pañcabhiḥ : (wie) durch fünf (Pancha)
eva : so (Eva)
hotṛbhiḥ : Opferpriester (Hotri)
pracīyamānaḥ : genährt („vermehrt werdend“, pra + ci)
viṣayājya-dhārayā : durch den Guss („Strom“, Dhara) der Schmelzbutter (Ajya) in Form von Sinnesobjekten (Vishaya)
jājvalyamānaḥ : hell auflodernd (Jajvalyamana)
bahu-vāsanendhanaiḥ : durch das Brennholz (Indhana) in Form vieler (Bahu) Wünsche (Vasana)
mano-mayāgniḥ : das Opferfeuer (Agni) der aus Geist bestehenden (Hülle, Manomaya)
vahati : bringt („trägt“, vah)
prapañcam : die Welt der Erscheinungen (Prapancha)

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